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978-3-931-21959-8

Fünfzig Jahre Historische Geographie von Mitteleuropa an der Universität Bonn

Autoren:
  • Klaus Fehn
  • Winfried Schenk
E. Ferger Verlag, 2022
Colloquium Geographicum, Band 39
Herausgeber der Reihe: Geographisches Institut der Universität Bonn
Buch; 473 Seiten
Preis: 32,00 EUR

Inhaltsverzeichnis

  • Klaus Fehn
    Einführende Übersicht: Der Wissenschaftsbereich Historische Geographie an der Universität Bonn nach dem Zweiten Weltkrieg
  • Klaus Fehn
    Historische Geographie als selbständiges Fach mit eigenem Seminar an der Philosophischen Fakultät unter Leitung von Professor Fehn (1972-2001). Mit einem vorgeschalteten Kapitel über die altertumswissenschaftlich geprägte Ära der Historischen Geographie unter der Leitung von Prof. Dr. Ernst Kirsten (1949 bis 1970)
  • Winfried Schenk
    Die Historische Geographie in Bonn als Bereich des Geographischen Instituts in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät unter Leitung von Professor Schenk (2001 bis 2022)
  • Winfried Schenk
    Abschließende Bemerkungen

Inhaltsangabe

1949 wurde eine Diätendozentur in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät im Einvernehmen mit der Philosophischen Fakultät für „Historische Geographie und Topographie des Mittelmeerkulturkreises" eingerichtet und dem Geographischen Institut zugeordnet. Der Stelleninhaber wurde 1951 zum außerplanmäßigen Professor und 1958 zum Wissenschaftlichen Rat ernannt. 1950 wurde im Geographischen Institut, das zur Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät gehörte, faktisch eine kleine Abteilung eingerichtet, die aber nicht den juristischen Status einer Abteilung bekam. Die nächsten wichtigen Schritte erfolgten 1962 und 1963. 1962 besetzte die Philosophische Fakultät ein neugeschaffenes Extraordinariat „Historische Geographie” und 1963 wurde das Seminar für Historische Geographie als Einrichtung der Philosophischen Fakultät gegründet, die aber mit den bestehenden Einheiten der Geographie, dem Geographischen Institut und dem Institut für Wirtschaftsgeographie zu einer Verwaltungseinheit verbunden wurde. Mit der Etatisierung des Extraordinariats für Historische Geographie wurde das neue Fach Historische Geographie als Magister- und als Promotionsstudiengang in der Philosophischen Fakultät begründet. 1965 wurde dem Inhaber des Extraordinariats der Titel eines persönlichen Ordinarius verliehen. 1970 endete diese Phase durch die Wegberufung des Stelleninhabers. Es folgte eine kurze Vakanz und zum Sommersemester 1972 die Neubesetzung auf der Basis einer Ausschreibung eines Lehrstuhls für Historische Geographie in der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn. Von 1972 bis 2001 existierten das Fach Historische Geographie und das Seminar für Historische Geographie faktisch als völlig selbstständige Teile der Philosophischen Fakultät, obwohl die juristische Bindung im Verbund der sog. „Geographischen Institute" nach wie vor bestand.

Nach der Emeritierung des Lehrstuhlinhabers 2001 begann eine neue Phase für die Historische Geographie. Die Philosophische und die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät einigten sich darauf, die gesamte Lehreinheit Historische Geographie mit allen Personalstellen und Mittelzuweisungen von der Philosophischen Fakultät in die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät zu transferieren. Das Seminar für Historische Geographie wurde aufgelöst und dafür ein eigener Bereich Historische Geographie im Geographischen Institut an der Meckenheimer Allee 166 geschaffen. Was die Lehre betrifft, so wurde die Historische Geographie Teil aller geographischen Studiengänge; das Fach Historische Geographie als Magister- und Promotionsfach der Philosophischen Fakultät blieb erhalten. Durch die neuen Konzepte der Bachelor- und Masterstudiengänge blieb dieses Arrangement zwischen den Fakultäten faktisch jedoch nur bis 2006 in Kraft, dem Jahr, an dem der Magisterstudiengang Historische Geographie eingestellt wurde. Eigene Studiengänge für die Historische Geographie wurden weder im Bachelor- noch im Master-Bereich eingerichtet.

  • Geographie
  • Geographiegeschichte
  • Universität Bonn